Heimweh und Fernwärme

Oh doch!, es IST etwas anderes, das (letzte Mal) Pendeln vor Weihnachten.
… und bestimmt ist es kein Zufall, dass es darüber sogar Lieder gibt. “Driving home for Christmas” kennt Ihr doch sicher, oder?! Eigentlich ja eine ziemliche Schnulze, aber wenn man schon an Weihnachten nicht mehr kitschig sein darf, wann denn dann?!

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es vor Weihnachten nochmal mehr … und andere … Pendler gibt als an den anderen Tagen. Da sind mehr unterwegs als sonst, die auf der Suche nach bzw. auf dem Weg zum kurzen (Ferien-)Glück sind. Natürlich schwingt auch der bevorstehende Jahreswechsel mit — typischer Anlass für eine ausgewachsene Winterdepression.

“Driving home for Christmas” … Da fährt dann wirklich unweigerlich das ganze Jahr mit. Wie wird Weihnachten werden?! Feiere ich wirklich mit den viel zitierten “meinen Lieben”, in deren Kreis ich mich gerade begebe?!

Oder bin ich auf dem Weg zu einer bunt und wild und vor allem willkürlich zusammengewürfelten Gruppe von Leuten, mit denen mich “eigentlich” genau nichts verbindet — nicht mal die längst verstummte “Stimme des Blutes” …?!

Auf dem Weg nach “Hause” … und das vor DIESEM Tag … weiß ich, wo ich stehe … wohin ich gehe … und ob ich wirklich auf dem Weg dahin bin, wohin ich gehöre. Diese Frage ist ja schon an allen anderen Tagen des Jahres schwierig zu beantworten. An diesen “staaden” Tagen am Ende des Jahres hängt die Frage drohend wie ein Damoklesschwert über dem vergilbten Himmel meines Diesel-Mittelklassewagens …

“Wish I was at home for Christmas …” Noch so ‘ne dahingesungene Textzeile.
Ist der Ausstieg grade gegen die Fahrtrichtung links?!

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare