Einer Redakteurin des »Börsenblatts«, Sabine van Endert, verdanke ich den Gedanken des Pendler*innenglücks beim Reisen. Nun hat das Glück ja viele Seiten — hier geht es um die Reisenden, die während der Fahrt eine Hördusche nehmen. Frau van Endert entdeckt hier deutliche — und sichtbare — Unterschiede zwischen den Musikhörer*innen und den Hörbuchhörer*innen, und zwar … im Gesicht und im Verhalten.

Während die Musikhörer*innen mehr oder weniger rhythmisch mit dem Kopf wackeln, mit den Finger trommeln und/oder mit den Füßen im Takt mitwippen, trägt der (oder die) Audiobuch- oder Hörspielhörer(in) ein verzücktes Lächeln oder ein konzentriertes Stirnrunzeln im Gesicht. Manchmal wechseln die Stimmungen innerhalb von Sekunden, je nachdem, was sich — für den Beobachter unmerklich — zwischen den Ohren gerade abspielt.

Ich fand das einen sehr netten Gedanken — und achte seitdem mehr darauf, was mein Gegenüber auf der Bahnreise gerade durchlebt … swingin’ 6ties oder roaring 20ies?! Hardrock mit Luftgitarre oder Klassik im Beethovenjahr?!
Oder gehört er oder sie zu denjenigen, die in eine spannende, romantische oder beruhigende (Roman-)Handlung eingetaucht sind und die Landschaft hinter den Zugfenstern völlig an sich vorbeirauschen lassen?!
Und: Welche Mimik und Gestik hat wohl der Sachbuchhörer oder die Ratgeberhörerin?!
Lassen Sie mich doch bitte bei Gelegenheit mal bei Ihnen mithören!
Und bis dahin: Raten und spekulieren Sie mit, was Ihr Gegenüber gerade umtreibt und *bewegt*!

Ihre Commuterin (die übrigens beides ist bzw. macht)

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